{"id":10,"date":"2013-03-16T19:14:45","date_gmt":"2013-03-16T17:14:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.erlebnishof-offenstall.at\/?page_id=10"},"modified":"2013-10-23T12:51:59","modified_gmt":"2013-10-23T10:51:59","slug":"offenstall","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/www.erlebnishof-offenstall.at\/?page_id=10","title":{"rendered":"Offenstall"},"content":{"rendered":"<p>Tiere verf\u00fcgen \u00fcber eine Reihe von Trieben, die genetisch verankert sind und der Arterhaltung dienen. Triebe geh\u00f6ren also zu den angeborenen Verhaltensreaktionen, die sich trotz rund 5000- 6000 Jahren Domestikation und z\u00fcchterischen Einflusses nicht wesentlich ver\u00e4ndert haben.<\/p>\n<p>Unter Trieb versteht man eine angeborene Antriebsposition, die zu bestimmten Verhaltensweisen dr\u00e4ngt und nach Befriedigung strebt, wobei die Abgrenzung zum Instinkt nicht immer eindeutig ist.<\/p>\n<p>\u201eWenn man einen richtungslosen Drang als Trieb bezeichnet, dann ist der Instinkt ein die Richtung des Triebes bestimmender Impuls, also eine Trieblenkung\u201c, schreibt Wilhelm Blendinger in seinem bereits 1971 erschienenen Buch \u201ePsychologie und Verhaltensweisen des Pferdes\u201c. Triebe sind also urspr\u00fcnglicher und weniger steuerbar als Instinkte, die sich durch Erfahrung und Erlerntes zumindest beeinflussen lassen.<\/p>\n<p>Der Hunger beispielsweise, einer der urspr\u00fcnglichsten Triebe, wird durch den Instinkt, das richtige Nahrungsmittel auszuw\u00e4hlen gelenkt. \u201eBeim Instinkt handelt es sich also vielfach um eine nur in Verbindung mit einem Trieb wirksam werdende Kraft, von der sie oft gar nicht genau zu trennen ist\u201c, so Blendinger.<\/p>\n<p>Zu den angeborenen und trieb gesteuerten Verhaltensweisen z\u00e4hlen:<\/p>\n<ul>\n<li>Sozialverhalten<\/li>\n<li>Fortpflanzungsverhalten<\/li>\n<li>Mutter-Kind-Verhalten<\/li>\n<li>Fress- und Trinkverhalten<\/li>\n<li>Ausscheidungs- und Markierungsverhalten<\/li>\n<li>Flucht und Bewegungsverhalten<\/li>\n<li>Ruheverhalten<\/li>\n<li>Komfortverhalten (Fell und K\u00f6rperpflege)<\/li>\n<li>Spiel- und Nachahmungsverhalten<\/li>\n<li>Neugier und Erkundungsverhalten<\/li>\n<\/ul>\n<p>Durch st\u00e4ndige Einschr\u00e4nkung oder Behinderung des Triebverhaltens kommt es zu Verhaltensst\u00f6rungen und Krankhaften Zust\u00e4nden.<\/p>\n<p><strong>\u00a0F\u00fcr alle hier genannten Tiere gilt : NIEMALS ALLEINE!!<\/strong><\/p>\n<p>Viele Tiere leben in der freien Wildbahn in Herden, Rotten oder Rudeln zusammen. Als Herdentiere haben sie das Bed\u00fcrfnis nach Kontakt zu Artgenossen. Nur durch den Schutz der Herde ist ein \u00dcberleben in freier Wildbahn \u00fcberhaupt erst m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Ein artfremdes Beistelltier kann zwar die Einsamkeit mindern, den Artgenossen jedoch nicht ersetzten. Die Gesellschaft von Artgenossen bietet den Tieren auch eine Reihe von Besch\u00e4ftigungsm\u00f6glichkeiten wie soziale Fellpflege sowie Spiel und Laufanreize. Fehlen diese kann es leicht zu Vereinsamung und Langeweile meist zu Verhaltensst\u00f6rungen oder einem \u00fcber\u00e4ngstliches Wesen kommen.<\/p>\n<p>SCHMIDT ROMO (2010) Triebe als \u00dcberlebensgarantie<\/p>\n<h3>Wichtig bei einer artgerechten Offenstallhaltung<\/h3>\n<p>Alle Tiere in einer Herde brauchen gen\u00fcgend Platz, die St\u00e4lle und Gehege m\u00fcssen so gebaut bzw. angelegt\u00a0 sein, dass auch das rang niedrigste Tier in der Herde die M\u00f6glichkeit zum Fl\u00fcchten hat, bzw. gen\u00fcgend Futterpl\u00e4tze an den Heuraufen und gen\u00fcgend Schlaf- und Ruhem\u00f6glichkeiten in den St\u00e4lle vorhanden sind.<\/p>\n<p>Die Ausl\u00e4ufe sollten den Tieren entsprechend eingerichtet sein. Ziegen klettern gerne, sie liegen oft auf erh\u00f6hten Fl\u00e4chen und halten gerne Ausschau. Auch reiben sie gerne ihre H\u00f6rner an \u00c4sten und B\u00e4umen.<\/p>\n<p>Ein Muss f\u00fcr die Tiere ist nat\u00fcrlich st\u00e4ndiger Zugang zu Raufutter (ad libitum). Wasser sollte nat\u00fcrlich auch immer frisch zur Verf\u00fcgung stehen (frostsichere Selbst- Schwimmertr\u00e4nken). Weidegang im Sommer ist anzustreben wenn es eine M\u00f6glichkeit daf\u00fcr gibt.<\/p>\n<p>Durch diese artgerechte Unterbringung der Tiere kann man davon ausgehen, dass die Tiere sehr ausgeglichen sein werden. Schon allein die Entscheidungsfreiheit ob sie lieber im Stall bleiben oder in den Auslauf rausgehen wollen, um in der Sonne zu liegen oder sich zu w\u00e4lzen macht sehr viel f\u00fcr das k\u00f6rperliche und psychische Wohlbefinden der Tiere aus. In solchen Haltungsformen k\u00f6nnen sie am ehesten ihren nat\u00fcrlichen Trieben und Instinkten nachgehen.<\/p>\n<p>Viel Bewegung an frischer Luft; Sozialkontakte; h\u00e4ufige F\u00fctterungen mit gemeinsamer Futteraufnahme und langen Fresszeiten sowie Ruhe- und R\u00fcckzugsm\u00f6glichkeiten stellen die wesentlichsten Grundbed\u00fcrfnisse der Pferde dar.<\/p>\n<p>Grundlage ist die r\u00e4umliche Trennung und Strukturierung folgender Bereiche:<br \/>\nLaufwege mit wechselndem Belag<br \/>\nRaufutter (Heu \/ Stroh)<br \/>\nKraft- und Mineralfutter<br \/>\nTr\u00e4nke<br \/>\nRuhebereich<br \/>\nKomfortzone \/ W\u00e4lzbereich<br \/>\nRaumteilerelemente<\/p>\n\n\t\t<style type=\"text\/css\">\n\t\t\t#gallery-1 {\n\t\t\t\tmargin: auto;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-item {\n\t\t\t\tfloat: left;\n\t\t\t\tmargin-top: 10px;\n\t\t\t\ttext-align: center;\n\t\t\t\twidth: 33%;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 img {\n\t\t\t\tborder: 2px solid #cfcfcf;\n\t\t\t}\n\t\t\t#gallery-1 .gallery-caption {\n\t\t\t\tmargin-left: 0;\n\t\t\t}\n\t\t\t\/* see gallery_shortcode() in wp-includes\/media.php *\/\n\t\t<\/style>\n\t\t<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-10 gallery-columns-3 gallery-size-thumbnail'><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/www.erlebnishof-offenstall.at\/?attachment_id=460#main'><img width=\"150\" height=\"150\" src=\"http:\/\/www.erlebnishof-offenstall.at\/wp-content\/uploads\/nico-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" loading=\"lazy\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl><dl class='gallery-item'>\n\t\t\t<dt class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='http:\/\/www.erlebnishof-offenstall.at\/?attachment_id=462#main'><img width=\"150\" height=\"150\" src=\"http:\/\/www.erlebnishof-offenstall.at\/wp-content\/uploads\/DSCF0977-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"\" loading=\"lazy\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/dt><\/dl>\n\t\t\t<br style='clear: both' \/>\n\t\t<\/div>\n\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tiere verf\u00fcgen \u00fcber eine Reihe von Trieben, die genetisch verankert sind und der Arterhaltung dienen. 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